Über Lehrerresilienz

In vielen Ländern wird berichtet, dass LehrerInnen sich überfordert fühlen und es, aus unterschiedlichsten Gründen, einen deutlichen Anstieg von Stress und Burnout im Lehrberuf gibt. Dies hat nicht nur erheblichen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden von LehrerInnen, sondern auch auf die Leistungen der Schülerinnen und Schüler sowie alle weiteren Aspekte des Schulsystems. Denn wie die Forschung gezeigt hat, sind gute Lehrer und Lehrerinnen der Schlüssel zu einer guten Schule. Insbesondere hat sich herausgestellt, dass engagierte LehrerInnen in der Regel besser unterrichten als ihre KollegInnen, die ihr Engagement nicht länger aufrecht erhalten.

„Resilience offers a useful lens which allows us to probe teachers’ internal and external worlds to explore which factors, individually and in combination, influence their capacity to sustain their passion, enthusiasm and strong sense of fulfilment.” (Gu, Q. & Li, Q. (2013). Sustaining resilience in times of change: Stories from Chinese teachers. Asia-Pacific Journal of Teacher Education, 41(3), 288-303).

Im ENTREE-Projekt bezieht sich Lehrerresilienz auf den Prozess, die Kapazität und das Ergebnis von positiver Adaption und fortdauerndem Engagement im Beruf und (beruflichem wie persönlichem) Wachstum, auch angesichts herausfordernder Umstände. Resilienz wird von individuellen, situationsbedingten und gesellschaftlichen Faktoren bestimmt, die dynamisch zusammenwirken. Personen, die auf persönliche, berufliche und soziale Ressourcen zurückgreifen können, lassen sich nicht nur nicht „unterkriegen“, sondern gehen beruflich wie persönlich gestärkt aus Krisen oder schwierigen Situationen hervor, und erfahren dabei Zufriedenheit im Beruf, ein positives Selbstbild, persönliches Wohlbefinden und andauerndes Engagement im Beruf.